Gemeindeverwaltung Wahlern
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Hochwasserschutz
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Nach dem Abschluss der ersten Etappe, wurden an der Gemeindeversammlung vom Dezember 2009 die nächsten Etappen im Umfang von 2,95 Mio Franken bewilligt. Damit kann der Dorfbach von der alten Badi durch das ganze Dorf bis zum Bahndamm saniert und ausgebaut und das Projekt somit abgeschlossen werden.
Der Damm steht
Der Hochwasserschutzdamm wurde am Samstag, 24. Oktober 2009 der interessierten Bevölkerung vorgestellt.
Imposanter Rückhaltedamm
Der imposante Damm, der das Wasser daran hindern soll, das Dorf zu überfluten, ist aufgeschüttet und bereits begrünt. Der Dorfbach plätschert von der Liegenschaft Walke her in Richtung Dorf, in Zickzack-Linie fliesst er durch das renaturierte Bachbett. Dieses ist noch ziemlich grau, Steine und Kies prägen das Bild, die Sträucher, die gesetzt wurden, sind noch klein und dünn. Auf der Höhe des Dammes fliesst der Bach durch eine Schleuse, die höchstens neun Kubikmeter Wasser pro Sekunde passieren lässt. Wird diese Menge überschritten, füllt das restliche Wasser zuerst das linksseitige Becken, das vom Rückhaltedamm begrenzt wird. Ist dieses voll, fliesst das Wasser auch auf das Feld auf der anderen Seite des Weges. Falls auch das nicht reicht, wird das Wasser über den Damm schwappen. Der 210 Meter lange Damm ist auf etwa 100 Metern etwas tiefer angelegt, damit das Wasser bei einem äusserst heftigen Unwetter kontrolliert darüber fliessen könnte. In diesem Fall käme es also trotz dem Rückhaltedamm zu kleineren Überflutungen, die Feuerwehr hätte jedoch mehr Zeit, Massnahmen zum Schutz des Dorfes einzuleiten.
Die Leute klatschen, als Flückiger den Landwirten für ihre Mitarbeit dankt. Mit einem von ihnen konnte man sich bisher allerdings noch nicht einigen. Die letzten Meter vor dem Durchlauf fliesst der Bach deshalb noch immer steckengerade, dieser Abschnitt wurde noch nicht renaturiert.
Arbeiten am Dorfbach folgen
Mit der Vollendung der Rückhaltemassnahmen ist der erste Teil der Hochwasserschutzmassnahmen vollendet. Der technisch kompliziertere Teil der Bauarbeiten steht jedoch noch bevor. Die Sanierung und der Ausbau des Dorfbachs im Dorf selbst. Die Hauptarbeiten sollen in den Wintern der nächsten beiden Jahre durchgeführt werden. Zwischen der alten Badi und dem oberen Dorfeingang soll dabei das Bachbett so naturnah wie möglich belassen werden, im Dorf selbst wird es zum Teil verbreitert werden müssen. Läuft alles planmässig, wird Schwarzenburg ab 2012 endlich gegen Hochwasser gefeit sein.
Ruedi Flückiger
Präsident der Arbeitsgruppe Hochwasserschutz
